Rundweg durch den goldenen Herbst

Der diplomierte Wanderleiter André Zurbriggen aus Saas-Fee empfiehlt Ihnen den Rundweg Stafelälpji als abwechslungsreiche Herbstwanderung.

Das Saastal ist mit 350 km Wanderwegen längst kein Geheimtipp für Spazier- und Tourengänger mehr. Fast das ganze Jahr hindurch bieten sich Wege für Wanderungen inmitten einer imposanten Bergwelt mit 18 Viertausendern an. Besonders schön ist der Herbst.

André Zurbriggen, einer von fünf diplomierten Wanderführern im Saastal, hat für Sie einen abwechslungsreichen Rundweg ausgesucht, auf dem sich gerade die prächtige Herbstlandschaft von ihrer besten Seite zeigt. «Es ist eine einfache, halbtägige Bergwanderung mit ein, zwei Stellen, an denen man aufpassen muss», erklärt André Zurbriggen. «Auf dem Weg gibt es zwei Tunnels, die unter dem Biderbach hindurchführen. Man sollte diesen Abschnitt zügig durchqueren, denn es besteht Eisschlaggefahr vom Bibergletscher. Zudem ändert sich der Wasserpegel hier rasant. Auch sollte man auf rutschige Baumwurzeln aufpassen».

1.Etappe: Saas-Fee – Bärufalle – Oberer Sengbodu
Vom Dorfplatz Saas-Fee aus gelangt man über das Quartier Wildi zur Bärenfalle. Durch einen alten Arven- und Lärchenwald hindurch, in dem sich viele Eichhörnchen häuslich niedergelassen haben, geht es hoch Richtung Oberer Sengbode. «Im Wald sieht man mit etwas Glück Tannenhäher. Sie sind die Waldpolizisten und ernähren sich von Arvennüssen, die sie auch verstecken», weiss André Zurbriggen. «Von diesen versteckten Nüssen finden sie nur etwa 80 %, die übrigen wachsen zu neuen Arven heran.»

2. Etappe: – Obere Sengbodu – Balmibodu – Stafelälpji
Ab Oberer Sengbodu folgt man dem Höhenweg Grächen bis Balmiböden. Bald erreicht man die beiden Tunnels, die zu durchqueren sind. Weiter führt der Weg auf offenem Gelände aufwärts zur Stafelälpji, mit 2 172 m ü.M. der höchste Punkt der Wanderung, den man nach insgesamt rund zweieinviertel Stunden erreicht. An der Wegverzweigung lässt man den Höhenweg Grächen links liegen und hält sich rechts.

3. Etappe: Stafelälpji – Brand – Sengg – Hotel Fletschhorn – Saas-Fee
Man gelangt zu einigen alten Alphütten und wandert durch den Wald hinab zur Lichtung Brand. Nach einem weiteren Waldstück gelangt man zum Weiler Sengg und geradeaus weiter zum Waldhotel Fletschhorn. Ab hier führt ein Fahrweg binnen einer dreiviertel Stunde zum Ausgangspunkt zurück.

Die gut viereinhalbstündige, 12 km lange Route mit rund 550 Metern Höhendifferenz bergauf und bergab lässt sich allein erwandern. Aber: «Es ist immer besser, mindestens zu zweit zu wandern, denn dann kann man sich austauschen und einander helfen», gibt André Zurbriggen zu bedenken.


Wanderführer herausgegeben
André Zurbriggen erkundet die Region seit seiner Kindheit und bietet halb- bis ganztätige Schnuppertouren sowie auch vier bis sechsttägige Wanderungen an. Zusammen mit Bernhard Banzhaf und Astrid Retzke gab André Zurbriggen auch den Wanderführer «Saas-Fee/Saastal – Einblicke und Ausblicke» heraus. Auf 148 Seiten findet man Kurzbeschriebe einer Vielzahl an leichten bis anspruchsvollen, zum Teil weniger bekannten Wanderrouten. Ob er sich damit nicht selber konkurrenziere? «Ich gebe gerne Auskunft, habe aber auch viele Stammkunden, für die ich Wanderungen und Mehrtagestouren organisiere. Der Gast kann sich zurücklehnen und es ist immer sehr lustig», sagt André Zurbriggen mit funkelnden Augen. Den bildreichen Wanderführer können Sie im Haus der Geschenke an der Oberen Dorfstrasse 40 in Saas-Fee kaufen.

82 Wanderwege auf saas-fee.ch
Auch unter saas-fee.ch/wandern finden Sie 82 Tourenvorschläge samt Streckenlänge, voraussichtliche Tourdauer, Höhenmeterdifferenzen, Schwierigkeitsgrad sowie Start- und Endpunkt. Sie sehen  auch auf einen Blick, ob der Weg, der sie interessiert, offen oder gesperrt ist.