{"id":3494,"date":"2020-10-19T13:48:03","date_gmt":"2020-10-19T11:48:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.saas-fee.ch\/blog\/?p=3494"},"modified":"2023-10-22T14:22:11","modified_gmt":"2023-10-22T12:22:11","slug":"jetzt-sind-wir-die-gejagten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.saas-fee.ch\/blog\/2020\/10\/jetzt-sind-wir-die-gejagten\/","title":{"rendered":"&#8220;Jetzt sind wir die Gejagten&#8221;"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Unter Cheftrainer Tom Stauffer haben die Swiss-Ski-Athleten Historisches geschafft: Erstmals seit 30 Jahren sind die Schweizer im Weltcup die Nummer eins.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es ist ein Leben mit gepackten Koffern. Tom Stauffer, 51-j\u00e4hrig, ist nur selten zu Hause im bernischen Unterlangenegg. \u00abEtwa 200 Tage im Jahr bin ich unterwegs\u00bb, sagt der Mann mit dem markanten Schnauzer. Seit \u00fcber 20 Jahren ist Stauffer im alpinen Skizirkus unterwegs. Erst arbeitete er vorwiegend mit Nachwuchsathleten der Regionalkader. Sp\u00e4ter feilte er mit Sch\u00fctzlingen in den USA und Schweden am perfekten Schwung. Auch die deutschen Ski-Frauen erlebten unter der Leitung von Stauffer zahlreiche H\u00f6henfl\u00fcge. Nach den Auslanderfahrungen erfolgte im Fr\u00fchling 2014 der Wechsel zur\u00fcck zu Swiss Ski. Dies zu einem Zeitpunkt, zu dem die Schweiz in der Nationenwertung gerade mal noch auf Platz sechs lag. \u00d6sterreich, Erzfeind Nummer eins auf den vereisten Rennpisten rund um den Globus, holte sich damals zum 1. Mal in Folge den Nationentitel.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"683\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.saas-fee.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tom-Stauffer-FAVORITE-sonst-Head-Swiss-ski-coach-02080-683x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3496\" srcset=\"https:\/\/www.saas-fee.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tom-Stauffer-FAVORITE-sonst-Head-Swiss-ski-coach-02080-683x1024.jpg 683w, https:\/\/www.saas-fee.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tom-Stauffer-FAVORITE-sonst-Head-Swiss-ski-coach-02080-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.saas-fee.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tom-Stauffer-FAVORITE-sonst-Head-Swiss-ski-coach-02080-768x1152.jpg 768w, https:\/\/www.saas-fee.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tom-Stauffer-FAVORITE-sonst-Head-Swiss-ski-coach-02080-1024x1536.jpg 1024w, https:\/\/www.saas-fee.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tom-Stauffer-FAVORITE-sonst-Head-Swiss-ski-coach-02080-1365x2048.jpg 1365w, https:\/\/www.saas-fee.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tom-Stauffer-FAVORITE-sonst-Head-Swiss-ski-coach-02080-370x555.jpg 370w, https:\/\/www.saas-fee.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tom-Stauffer-FAVORITE-sonst-Head-Swiss-ski-coach-02080-440x660.jpg 440w, https:\/\/www.saas-fee.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Tom-Stauffer-FAVORITE-sonst-Head-Swiss-ski-coach-02080-scaled.jpg 1707w\" sizes=\"auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><figcaption>Tom Stauffer bei der Arbeit auf dem Feegletscher. Nichts entgeht den Adleraugen des Cheftrainers.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Der General Manager<\/strong><br>Seither hat sich einiges getan. Aus vielversprechenden Nachwuchshoffnungen  wie Daniel Yule oder Marco Odermatt sind Spitzenathleten geworden. Die konstanten Fortschritte und die, wie<br>Stauffer sagt, \u00abhervorragende Arbeit bei der Talentsichtung\u00bb um Nachwuchschef Hans Flatscher gipfelten zum Ende der Weltcupsaison 2019\/2020 im Gewinn der Nationenwertung. Die Schweiz ist wieder Skination Nummer eins. Auch Stauffer ist ein wichtiger Baustein des Erfolgs. Er sieht sich als \u00abGeneral Manager\u00bb. Wie die Manager in den grossen US-Sportligen stellt auch der Swiss-Ski-Cheftrainer aus den aussichtsreichsten Athleten Teams zusammen. Auf der Rennpiste sind die Skirennfahrer allein unterwegs. Trotzdem hat das Team einen wichtigen Stellenwert. Wichtig seien dabei vor allem die Vergleiche in den Trainings, sagt Stauffer. Die Athleten fordern einander bei den internen Vergleichen. Dazu kommt ein weiterer wichtiger Faktor: W\u00e4hrend des langen Wettkampfwinters sind die Athleten stets auf Achse, weg von Familie und Freunden. \u00abDa ist es auch wichtig, dass man jemanden zum Reden hat\u00bb, weiss der Swiss-Ski-Cheftrainer.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Flexibler zu Hause<\/strong><br>Seit Jahren ist Saas-Fee ein wichtiger Fixpunkt im Trainingskalender von Swiss Ski. Hier, auf den Gletscherpisten auf rund 3500 Metern \u00fcber Meer, finden die Athleten auch im Hochsommer beste Bedingungen vor. \u00abWir profitieren vor allem von der Flexibilit\u00e4t beim Training zu Hause\u00bb, sagt Tom Stauffer. Zudem fallen die Kosten f\u00fcr Reisen in die Trainingslager im S\u00fcdwinter von Neuseeland, Chile oder Argentinien weg. Ein nicht unwesentlicher Faktor, denn pro Trainingsgruppe fallen drei bis vier Tonnen an Material an, das um die halbe Welt transportiert werden muss. Slalom-Ass Ramon Zenh\u00e4usern verzichtet etwa bereits seit einigen Jahren auf die Reise in den S\u00fcden. Seine Saisonvorbereitung bestreitet er g\u00e4nzlich in Saas-Fee. Das hat nicht nur damit zu tun, dass f\u00fcr den Zweimetermann die Beinfreiheit im Flugzeug ziemlich knapp ist: \u00abIch kenne weltweit kein vergleichbares Sommerskigebiet\u00bb, sagt Ramon Zenh\u00e4usern, der seit 2018 offizieller Botschafter der Gletscherpisten ist. Das Training auf der steilen Weltcup-Piste auf dem Feegletscher ist auch ein Grund daf\u00fcr, dass die Schweizer in den technischen Disziplinen Slalom und Riesenslalom wieder zur absoluten Weltspitze geh\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Seit Jahren ist Saas-Fee ein wichtiger Fixpunkt im Trainingskalender von Swiss-Ski. Hier, auf den Gletscherpisten auf rund 3500 Metern \u00fcber Meer, finden die Athleten auch im Hochsommer beste Bedingungen vor. \u00abWir profitieren vor allem von der Flexibilit\u00e4t beim Training zu Hause\u00bb<\/p><cite> Tom Stauffer<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong>Lange Tage<\/strong><br>Auf den Lorbeeren ausruhen kann sich Swiss-Ski freilich nicht. F\u00fcr die \u00d6sterreicher waren die d\u00fcrftigen Resultate im ersten Jahr nach dem R\u00fccktritt von Ausnahmeathlet Marcel Hirscher mehr als nur ein Weckruf: \u00abJetzt sind wir die Gejagten\u00bb, ist sich Tom Stauffer bewusst. Deshalb gilt es, aus den Trainingseinheiten auf den Gletscherpisten von Saas-Fee das Maximum herauszuholen. F\u00fcr den Cheftrainer und seinen Equipe bedeuten das lange Tage: Um halb f\u00fcnf klingelt der Wecker. Mit dem Sonnenaufgang stecken die Trainer auf dem Feegletscher die Torstangen f\u00fcr das Training. Sie filmen jede Fahrt ihrer Athleten, um sie sp\u00e4ter im Hotel genauestens zu analysieren. W\u00e4hrend die Skicracks dann Konditions- und Ausdauereinheiten absolvieren, bereiten sich die Trainer bereits auf den n\u00e4chsten Trainingstag vor. Um 19:00 Uhr ist f\u00fcr Stauffer in der Regel Feierabend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter Cheftrainer Tom Stauffer haben die Swiss-Ski-Athleten Historisches geschafft: Erstmals seit 30 Jahren sind die Schweizer im Weltcup die Nummer eins. Es ist ein Leben mit gepackten Koffern. Tom Stauffer, 51-j\u00e4hrig, ist nur selten zu Hause im bernischen Unterlangenegg. \u00abEtwa 200 Tage im Jahr bin ich unterwegs\u00bb, sagt der Mann mit dem markanten Schnauzer. 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