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Tragseilverschiebung für eine sichere Fahrt 15.06.2015

Die Tragseilverschiebung bei der 3S Bahn Alpin Express fällt alle 9 Jahre an. Dieses Jahr war es wieder so weit. Die wenigsten Leute haben schon einmal von einer Tragseilverschiebung gehört – höchste Zeit etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

 

 

Die Tragseilverschiebung ist eine Arbeit, die bei der 3S Bahn Alpin Express alle 9 Jahre anfällt. Sie dient in erster Linie der Kontrolle der Tragseile, sowie deren Reinigung und Pflege.

Hinter einer Tragseilverschiebung steckt jede Menge Arbeit, welche bis zu 5 Wochen in Anspruch nehmen kann. Für diese Tätigkeiten sind 4 Personen der Saastal Bergbahnen, sowie 6 Spezialisten einer externen Firma im Einsatz.

Nach der Reinigung des Seils, bei welcher ein hydraulisch angetriebener Drahtbürstenwagen an einer Kabine angebracht und so die gesamte Strecke von 3km pro Seil abgefahren, gereinigt und visuell geprüft wird, beginnt die Tragseil-Prüfung, um Beschädigungen am Seil rechtzeitig aufzudecken und entsprechend handeln zu können. Mit einem speziellen Seilprüfgerät (Magnet-Induktiv) wird geprüft, ob gebrochene Drähte im Seil vorhanden sind. Wenn die Beschädigung die Norm übersteigt, wäre ein Wechsel des gesamten Tragseiles von Nöten und mit einem Kostenaufwand von rund einer halben Million Schweizerfranken pro Seil verbunden.

Anschliessend beginnen die Vorbereitungen für die Verschiebung der Tragseile. Dafür werden als erstes die insgesamt 18 Seilreiter pro Fahrbahn vom Zugseil entfernt. Nach diesem Schritt wird die Tal- und Bergstation für den Seileinzug vorbereitet. Es werden Klemmplatten, sowie Seilflaschen und Winden eingerichtet. Es handelt sich dabei um eine Art Flaschenzug (17-fach), welcher die Last der Seile massiv verringert und somit den Seileinzug überhaupt erst ermöglicht.

Bei der Talstation wird ein Flaschenzug für 40 Tonnen eingerichtet, bei der Bergstation für 70 Tonnen. Die Stellen, welche über die Seilsattel rutschen, müssen mit speziellem Fett eingefettet werden, um Reibungsschäden zu verhindern. Dieser Prozess ist enorm wichtig und dient dazu, dass die Seile nicht permanent an derselben Stelle (Seilsattel) grossen Reibungen ausgesetzt sind und dadurch beschädigt werden. Nachdem die Seilreiter nun wieder aufgehängt werden, sind die Schiebearbeiten für das erste Seil damit abgeschlossen und der gesamte Prozess kann nun bei den restlichen fünf Tragseilen durchgeführt werden.

Nach dem Verschieben aller Tragseile werden die Seile nochmals magnetinduktiv geprüft und anschliessend ein zweites Mal gereinigt. Somit sind auch die Teilstücke, welche sich vor dem Verschieben auf den Seilsatteln befunden haben, geprüft und sauber. Zum Abschluss der Arbeiten werden alle sechs Seile mit einem speziellen Seilöl geschmiert und geschützt.

pr/sf. Text zur freien Veröffentlichung. Textlänge: 2477 Zeichen mit Leerschlägen (ohne Titel).

Kontakt

Saastal Bergbahnen AG, Matthias In-Albon, Stellvertretender CEO
In-Albon.Matthias@saas-fee.ch oder +41 27 958 11 18