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Von unnötigen Apps und Alpenblumen

Apps schiessen wie Pilze aus dem feuchten Waldboden. Es gibt unterdessen unzählige dieser Anwendungsprogramme. Darunter sind nicht bloss nützliche, sondern auch skurrile oder gar etwas verrückte. So die App „FatBooth“, die zeigt, wie mein Gesicht aussehen würde, wenn ich fett wäre.

Spannender ist die seit wenigen Tagen erhältliche „Flower Walks“ Wander-App von Pro Natura Aargau. Auf über 40 Streifzügen in der ganzen Schweiz erfahren Sie da Spannendes über die Pflanzenwelt am Wegrand. 900 Pflanzenarten werden da beschrieben. 4500 Fotos lassen in unermessliche Flora-Freuden eintauchen.

Der Hammer dabei: Zwei der Streifzüge befinden sich in der Freien Ferienrepublik Saas-Fee. Die Alpenblumenpromenade von Kreuzboden nach Saas-Grund gegenüber der imposanten Mischabelkette. Äusserst seltene Pflanzen sind da zu finden wie „Hallers Greiskraut“, die „Ausgeschnittene Glockenblume“ oder der „Keltische Baldran“. Aber auch die Königin der Alpenblume, „das Edelweiss“, lässt sich finden. Die zweite dokumentierte Botanikerroute führt von Hannig nach Saas-Fee. Umgeben von Viertausendern begegnet man da unter vielen andern Alpenblumen „dem Schwarzen Männertreu“ und den seltenen „Vandellis Mannsschild“.

www.flowerwalks.ch ist keine skurrile, überflüssige oder gar verrückte App. Hier handelt es sich um ein spannendes Programm für jeden Naturfreund. Klar, der Duft der seltenen Pflanzen kommt nicht durch die App. Aber sie hilft, dass wir diese finden und viel Wissenswertes über sie erfahren.

„Es gibt überall Blumen für den, der sie sehen will.“

Henri Matisse

Christoph Gysel

 

 


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